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Brrr. Dem Filmkritiker geht der Gaul durch.


Eine neue Martin Walser-Verfilmung erreicht das Kino. Doch was passiert, wenn dem Rezensenten von "Ein fliehendes Pferd" der Gaul durchgeht?

"Bestes Bashing-Material also – wenn nun auch noch Martin Walser dazukommt, ist das Quintett komplett. Auch er so ein Medien- Großschriftsteller, dessen 80. Geburtstag im März als gesamtdeutsches Weihespiel begangen wurde, so ein nichtaufhörenwollender Vielschreiber, der – sofern die literarische Qualität zu wünschen übrig lässt – mit Politskandälchen und sogenannten Feuilleton-Debatten von sich reden macht: Der hat jetzt gerade noch gefehlt."

Und weiter:

"Eine Kamera (Klaus Eichhammer), die ihre Figuren ebenso forschend ergründet wie die trügerisch heitere Bodensee-Landschaft; ja, in Augenblicken tragikomischer Größe nistet sie fast in den zermatteten Faltengesichtergebirgen, während sie bei lächerlichsten Entgleisungen die diskrete Totale bevorzugt. Und eine unverschämt federleichte Schubiduu-Dabidaa-Filmmusik (Komposition und Arrangement: Annette Focks), die als feinsinnig verjuxtes Ohrenschmalz die Peinsamkeiten der Protagonisten köstlich kontrapunktiert. Kurzum: ein kohärentes Kunstwerk. "

Quelle: Tagesspiegel 17.9.2007







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LAST UPDATE 07.11.2006