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Shortbook No. 2: Die Straße, die es nicht gab




Der in den Ruhestand versetzte Reporter Ariel Peitzermann stößt durch das Navigationsgerät im Auto auf eine Straße, die offiziell nicht existiert. Er beschließt, der Sache auf den Grund zu gehen.

Leidenschaftlich recherchiert er sich immer tiefer hinein in ein Dickicht merkwürdiger Zusammenhänge. Am Rande der Verzweiflung entdeckt er endlich das verblüffende Geheimnis.

Mit „Die Straße, die es nicht gab“ setzt Thomas Feibel die 2013 erfolgreich begonnene Shortbook-Reihe aus dem Verlag ekz.bibliotheksservice fort, die exklusiv in der Onleihe erscheint. Um einen echten Zeitungsartikel herum erzählt Autor Thomas Feibel dabei stets eine „wahre gelogene Geschichte“ mit einer ordentlichen Portion Spannung und einem Schuss Skurrilität. Die E-Book-Reihe der ekz bietet spannende Kurztitel, die es nicht im Handel gibt. Die circa 15-seitige Geschichte richtet sich dabei insbesondere an Jugendliche und junge Erwachsene, um ihnen den Einstieg ins digitale Lesen zu erleichtern.









"Die Onleihe wird zum Leselabor"

Ein Gespräch mit dem Bibliothekarischen Direktor der ekz.bibliotheksservice und Thomas Feibel



Bildquelle: ekz



Den bekannten Medienexperten und Jugendbuchautor Thomas Feibel hat mit "Der verlorene Sohn" den Pilottitel einer neuen Shortbook-Reihe geschrieben, der am 23.. September 2013 exklusiv als E-Book in der Onleihe erscheint. Wie die neuen Shortbooks das digitale Lesen fördern und wie Bibliotheken und Verlage davon profitieren, erläutern Andreas Mittrowann, Bibliothekarischer Direktor beim divibib-Mehrheitseigner ekz.bibliotheksservice und Carlsen-Autor Thomas Feibel.



Was ist der Clou an dieser neuen Shortbook-Reihe?

Andreas Mittrowann: Aktuelle Umfragen zeigen, dass E-Books erst einen kleinen Teil des Umsat-zes im Buchhandel und bei der Ausleihe in Bibliotheken bilden. Zudem erobern Kurzformate immer mehr den digitalen Lesemarkt. Mit dem kostenlosen Kurztext von Thomas Feibel wollen wir einerseits einen Beitrag zur "digitalen Leseförderung" leisten und andererseits einen einfachen Einstieg für E-Book-Neulinge anbieten, hier insbesondere für Jugendliche und junge Erwachsene. Wir kooperieren dabei mit dem Carlsen Verlag. Ist das Ganze ein Erfolg, wird der Carlsen Verlag die Shortbooks später als Sammlung auch in der gedruckten Version veröffentlichen. Die Onleihe bietet sich somit auch als "Leselabor" für die Verlage und als Kooperationspartner an. Das erste Shortbook erscheint kostenlos und ist sozusagen der "Pilot" für die gesamte Idee.

Wie kam die Zusammenarbeit zwischen Thomas Feibel und der ekz zustande?



Andreas Mittrowann: Wir freuen uns, dass wir für unser erstes E-Book-Projekt gerade Thomas Feibel als renommierten Jugendbuchautor und Medienexperten gewinnen konnten. In seiner Person verbinden sich traditionelle Erzählkunst und Begeisterung für neue Publikationsformen. Seine Bekanntheit und seine spannenden Geschichten sorgen dafür, dass wir Bibliotheken etwas ganz Besonderes mitgeben können.

Thomas Feibel: Ich fühle mich sehr geehrt, dass die ekz mich für so ein innovatives Projekt gefragt hat. Für mich erweist sie sich wieder mal als pragmatischer Vordenker für die Zukunft der Bibliothe-ken. Daher unterstütze ich diese digitale Buchreihe sehr gerne, zumal die Leser mit eigenen Ideen und Geschichten partizipieren dürfen.


Welches Bibliothekspublikum haben Sie mit den Shortbooks im Visier?



Thomas Feibel: Die ein wenig "abgedrehten" Geschichten sind für Leser ab dem Alter von 14 Jahren konzipiert. Dem jungen Publikum, aber auch Erwachsenen mit wenig Zeit kommen wir entgegen, weil die Geschichten immer spannend zu lesen, aber mit einem Umfang von zwölf bis 20 Seiten sehr kurz sind.

Andreas Mittrowann: Durch die kurzen, knackigen Geschichten möchten wir neue Leser aller Altersgruppen für die Bibliotheken ansprechen und gewinnen. Für sie kann gerade die digitale Ausleihmöglichkeit via Onleihe ein attraktives Einstiegsangebot sein.

Folgen die Geschichten einem bestimmten Konzept?



Thomas Feibel: Ja. Es geht um eine kurze Meldung in einer Tageszeitung, die oft in ihrer Knappheit sehr rätselhaft bleibt. Ich erzähle dann entweder die "wahre gelogene" Geschichte dazu oder – wie im ersten Shortbook "Der verlorene Sohn" – eine Konsequenz dieser Meldung. Sie lesen darin die Geschichte über ein Ehepaar, das auf ihren vermeintlich vor Jahren ertrunkenen Sohn trifft. Am Ende liefert der Originalartikel dazu den "Knalleffekt". Wer Lust hat, kann unter www.feibel.de auch seine eigene Variante dazu schreiben oder die Geschichte kommentieren. Damit möchten wir die Leser ermuntern, selbst literarisch aktiv zu werden.

Andreas Mittrowann: Neben der digitalen Ausleihe können Onleihe-Bibliotheken das kostenlose Shortbook übrigens im Rahmen ihrer bibliothekspädagogischen Arbeit und für die Leseförderung in Zusammenarbeit mit Schulen nutzen, denn wir bieten es als Parallel-Lizenz und damit in "Klassensatz-Stärke" an.




LAST UPDATE 10.03.2015